Auf ihrer scheinbaren Bahn um die Erde, die die Sonne im Laufe eines Jahres, bedingt durch die Bewegung der Erde um die Sonne, am Himmel zurücklegt und die man Ekliptik nennt, bewegt sich die Sonne durch zwölf mehr oder weniger auffällige Sternbilder. Die Zone dieser Sternbilder beiderseits der Ekliptik wird als Tierkreis oder Zodiakus bezeichnet. Die Ekliptik ist gegen den Himmelsäquator um 23 ½ Grad geneigt. Der Schnittpunkt zwischen Ekliptik und Himmelsäquator, an dem die Sonne von der Süd- zur Nordhalbkugel des Himmels hinüberwechselt, wird Frühlingspunkt genannt. Im Frühlingspunkt steht die Sonne am 21. März. Von ihm aus zieht sie im Laufe von zwölf Monaten durch die zwölf Sternbilder Fische, Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock und Wassermann. Während einige Sternbilder, wie zum Beispiel Fische, Krebs, Waage, Steinbock und Wassermann, nur aus schwächeren Sternen bestehen und daher dem betrachtenden Auge nicht sofort auffallen, besitzen andere sehr helle Hauptsterne, die zu den hellsten des Sternenhimmels gehören, zum Beispiel Aldebaran im Stier, Kastor und Pollux in den Zwillingen, Regulus im Löwen, Spika in der Jungfrau und Antares im Skorpion. Für gewisse Zwecke, vor allem in der Astrologie, wird die Ekliptik auch heute noch vom Frühlingspunkt in die vor über 2000 Jahren gültigen Abschnitte eingeteilt.
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